UNSER EHEMALIGES PROJEKT IN MOSKAU
"Kinderzentrum Insel der Hoffnung" in Moskau
Das "Kinderzentrum Insel der Hoffnung" ist als "autonome nicht kommerzielle nicht staatliche Wohltätigkeitsorganisation" konstituiert. Sein Leiter ist Alexander Ogorodnikow.
Er war Dissident, geriet immer wieder mit der kommunistischen Führung in Konflikt und war daher 8 Jahre im Gefängnis.
1988 gründete er die erste demokratische Bewegung in der Sowjetunion.
Heute betreut er in Russland verschiedene Hilfsprojekte. Er selbst lebt davon, dass er Artikel für ausländische Zeitungen schreibt und ab und zu als Berater in kirchlichen Angelegenheiten beigezogen wird. Ausserdem hält er Vorträge im Ausland
und gibt eine Zeitung heraus, nämlich die "Gemeinschaft des 21. Jahrhunderts".
|
|
|
|
|
Alexander Ogorodnikow und Pater Schönenberger in Moskau
|
Mittagessen im Hort “Insel der Hoffnung“
|
|
Neben dem kleinen Landgut in Puscharowa (dient als Ausbildungs- und Arbeitsstätte) und einer Aufnahmestelle in Moskau (zwei Wohnungen als Erstauffangstelle) ist das Waisenhaus in Diweevo das eigentliche Herzstück des Kinderhilfswerkes "Insel der Hoffnung". Hier werden Kinder "jeden Alters" aufgenommen, die – aus welchen Gründen auch immer – auf der Strasse gelandet sind. Es wird aber auch schwangeren Frauen oder Müttern mit Kleinkindern in Not geholfen. Ziel ist es, den Kindern den Start in ein geordnetes Leben zu ermöglichen.
Um den Kindern diesen Start zu ermöglichen, steht Folgendes im Vordergrund:
Es werden die Eltern gesucht und die Kinder werden, wenn möglich, den Eltern zurückgegeben; den Eltern wird Hilfestellung geleistet; allenfalls werden Pflegefamilien gesucht; den Kindern wird Schulunterricht erteilt; es werden Lehrstellen gesucht und es wird Arbeit vermittelt; es wird psychologische und gesundheitliche Betreuung geleistet,
was angesichts des Erlebten oft nötig ist.
|
|
|
|
Domizil des Kinderhorts “Insel der Hoffnung“
|
Ein Mädchen, von dem die Betreuer nicht einmal den Namen kennen.
|
Im Kinderhort sind, neben Alexander Ogorodnikow, ein Hausverwalter, Lehrer, Erzieher und eine Köchin tätig. Nach Bedarf arbeiten ein Psychologe, ein Jurist, ein Buchhalter sowie weitere Helfer mit. Mit der psychologischen Betreuung wird den Kindern geholfen, das Erlebte zu verarbeiten. Die Lehrpersonen versuchen, die Kinder auf das altersgerechte Schulniveau zu bringen. Das Problem besteht oft darin, dass ein Kind vielleicht bis zur zweiten Klasse in der Schule war und dann zwei Jahre auf der Strasse lebte. Dieses Kind kann erst wieder in die öffentliche Schule gehen, wenn die Legalisierung gelingt (Papiere) und durch die Hilfe von privaten Lehrern das entsprechende Schulniveau erreicht ist.
Das Monatsbudget für den Kinderhort in Moskau (bei den Löhnen handelt es sich um Minimallöhne) sieht wie folgt aus:
|
Kommunalabgaben Wohnungen |
EUR |
200.- |
|
zwei Erzieher |
EUR |
300.- |
|
ein Psychologe |
EUR |
250.- |
|
Haushälterin/Köchin |
EUR |
100.- |
|
Nahrungsmittel Kinder |
EUR |
2’400.- |
|
Kleider/medizinische Betreuung |
EUR |
250.- |
|
Total
|
EUR
|
3’500.-
|
Das "Kinderzentrum Insel der Hoffnung" hatte in der Vergangenheit grosse Mühe, die Mittel zu generieren. Im schlimmsten Fall hätte dieses sinnvolle Projekt beendet werden müssen.
Die Stiftung Licht für vergessene Kinder unterstützt dieses Projekt vorerst mit einem monatlichen Beitrag von CHF 4’000.-.
Das Patronat für dieses Projekt hat der Schweizer Pater Rolf Schönenberger übernommen. Er ist Präsident der internationalen Wohltätigkeits-Stiftung "Triumph des Herzens", hält sich regelmässig in Moskau auf und arbeitet seit vielen Jahren mit Alexander Ogorodnikow zusammen.



